Erlebnisraumdesign

Die touristische Destination als ganzheitliches Natur und Landschaftserlebnis

Eine lesbare Region zu gestalten ist wie eine gute Geschichte zu erzählen. Die gestalterische Aufmerksamkeit wird auf ausgewählte, charakterprägende Bereiche und Objekte (kritische Markenkontaktpunkte) gelenkt. Sie gewinnen die Aufmerksamkeit des Besuchers und lassen ihn nicht mehr los, weil er aufgrund der sich bildenden Attraktionsknoten und Erlebnisachsen spannende und kontrastreiche Beziehungen zueinander entdeckt. Diese Bereiche und Objekte werden dadurch zu Orten der Orientierung und des Erlebens. Besucher und Marke treffen hier aufeinander. Das Gesamterlebnis erschließt sich durch ein einheitlich kommuniziertes Bild des Gesamtraumes. Das aktive Markenerlebnis entsteht, ein beziehungsreiches Navigieren in Raum und Zeit und ein beeindruckendes Natur – Gesamterlebnis wird möglich.

Erlebnis, Raum und Design sind gleichzeitig Name und Programm

Ereignisse und Erlebnisse werden oft auf die gleiche Ebene gestellt. Aber im Unterschied von Ereignissen, die spontan passieren oder geplant stattfinden können, finden Erlebnisse nicht „einfach so“ statt, sondern werden intensiv wirksam, wenn eine bereits vorhandene Erwartung erfüllt wird (Er-lebnis ist, wenn „Erwartung auf Erfüllung trifft!“). Abhängig von der Größe der Erwartungshaltung werden Erlebnisenergien wirksam, die uns vorantreiben und motivieren. Erlebnispsychologisch ist es daher notwendig, dass eine durchgängige Erlebnisvermittlung durch den Aufbau einer zeitgerechten und entsprechenden Vorahnung auf das Kommende, durch die Ansprache der richtigen Zielgruppe und ein optimales Zusammenwirken an den kritischen Punkten der Erlebnisvorbereitung erfolgt. Ankerpunkte für die Wahrnehmung von Produkten und Landschaften sind Motive (Emotionen). Sie bilden ein direktes Bezugssystem und bestimmen, ob etwas als wichtig, großoder klein, bedeutend oder unbedeutend, wahrgenommen wird.Einteilung Erlebnis

Das Wesen des Raumes zu verstehen bedeutet, sich bewusst zu sein, wie ein Raum von den Besuchern wahrgenommen und erarbeitet bzw. erobert wird, um daraus die richtigen Schlüsse für die Gestaltungsanforderungen abzuleiten. Stimmige Atmosphäreräume und Schauplätze unterstützen ein ideales Zusammenwirken von Naturraum, Nutzungsanspruch und Erlebnisangebot.

StorytellingLeitideeorientierung: Storytelling  (Geschichten erzählen)

Die Grundlage aller Gestaltungsüberlegungen ist das Selbstverständnis einer Destination, festgeschrieben in einer Leitidee oder einem zukunftsorientierten Markenbild. Die thematische Orientierung wird aus dem Markenkonzept bzw. den bestehenden Projektkonzepten abgeleitet und in einer schlüssigen Produktstory erzählt. Diese verbindet die verschiedenen Themenstränge (Kernthema, Nebenthemen) zu einem roten Faden und ist die Grundlage der Raumgestaltung.

Kommunikationsbrücken bauen bzw. multisensual agieren

Storytelling & Kommunikation

  • Geschichten als Verlängerung des Erlebnisses in Raum und Zeit erzählen. Geformt aus einzelnen Elementen, Objekten und Erlebnisinhalten bilden diese als spannende Einzelepisoden eine Gesamtgeschichte, die den Besucher durch das Erlebnis leitet.
  • Themen, Botschaften, Kompass- / Ankerworte, Bilder und Claims in symbolischer Sprache bringen die richtigen Motive, Bedürfnisse und Sehnsüchte zum Schwingen und erwecken damit Interesse, Erwartungen sowie Vorfreude (Erlebnisenergie).
  • Kognitive Erlebnisstrukturen, die Orientiertheit herstellen, schaffen störungsfreie Atmosphäreräume, die ein tiefes Eintauchen in das Erlebnis möglich machen.
  • Die Aufmerksamkeit des Besuchers wird aktiv auf die Stärken des Raumes gelenkt (vertikale Raumordnung) und im ausgearbeiteten
    Idealkundenpfad-Leitweg (horizontale Raumordnung) selbsterklärend
    und erlebnisorientiert geführt.

Raumsetting – Rollenverteilung

Spannungsbogen

Wie in jeder guten Geschichte entsteht Spannung und Fesselung der Besucher durch die dramaturgisch richtig zusammengestellte Struktur, eine richtige Rollenverteilung und durch charakterstarke Mitspieler (Attraktionen). Übersicht und Vertrauen entsteht in großen Räumen durch die Zonierung und thematische Differenzierung entlang einer identitätsgestaltenden Storyline. Die Gestaltung eines Spannungsbogens (dem optimalen Kundenpfad), die Auswahl und Gestaltung der Attraktionen und der Aufbau von bewundernswerten Stars (Protagonisten, Hauptattraktionen) bilden weitere Bausteine des Erlebens.

Gestaltung von Schauplätzen und AtmosphärezonenSchauplätze & Atmosphärezonen

Spacing bzw. „alles passt“, störungsfreies Erleben wird im Augenblick der Wahrheit an ausgewählten Punkten und Orten Wirklichkeit. Die Beziehung von Subjekt zu Objekt, von Besucher zu Attraktionen und Erlebnisinhalten findet in einer angenehmen, unaufdringlichen Atmosphäre und in einem harmonischen Ambiente statt. Der Besucher kann ganz in das Erlebnis eintauchen und mit diesem eins werden, ein einzigartiges, eskapistisches Erleben wird Wirklichkeit.

Möchten auch Sie Ihren Erlebnisraum ordnen und spannend in Szene setzen?
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Ansprechpartner: Sieghard Preis, Mag. (FH) Kathrin Zwarnig