Kundenkarten

Die Karte verknüpft die Leistungen einer Destination

Die touristische Kundenkarte ist ein komplementäres Produktbündel, das dem Gast sowie den Einheimischen ein Gesamterlebnis offeriert. Es ist zu wenig die derzeitigen Produkte und Dienstleistungen einer Region einfach additiv zu verkaufen. Die Aufgabe der Organisation muss es sein, die Fülle an komplementären Produkten und Dienstleistungen zu einem Gesamtangebot zu schnüren und so für den Gast bzw. Einheimischen fassbar zu machen.
Die Karte als mächtiges Kundenbindungsinstrument

Beziehung
Mit der Karte entstehen Marktplätze der Beziehungen.

Kundenbelohnung
Der Einzelkunde tritt in den Mittelpunkt aller Aktivitäten. Für sein Tun und Handeln muss er immer wieder belohnt werden.

Kundendaten als Basis für mehr Kundenwissen
Die Kundenkarte kann auch als digitalisierte Identität des Inhabers verstanden werden. Werden auf der Karte Daten gespeichert und diese bei jeder Konsumation einer Leistung erfasst, wird aus dem anonymen Kunden ein Kunde, den man mit Namen kennt und dessen Gewohnheiten sich verfolgen lassen. Mehr über den Kunden zu wissen heißt, diesen durch gezielte Marketingmaßnahmen zu befriedigen, belohnen und begeistern.

Langfristige Kundenbindung
Die Karte gibt den Kunden die Möglichkeit permanent mit dem Angebot der Destination in Interaktion zu treten. Bei jeder kleinsten Annäherung an einen Kauf / Konsumation muss der Kunde das Gefühl haben, dass er belohnt wird. Wesentlich dabei ist, dass der Kunde kontinuierlich entlang der Leistungskette geführt und immer wieder belohnt wird. Die erkennbaren realen, emotionalen und individuellen Vorteile erhöhen die Kundenzufriedenheit und schaffen Loyalität.
Die Karte als geeignetes Vermarktungsinstrument der Destination

Durch die Karte wird das Nutzenversprechen des Leistungsanbieters fassbar. Dieses Nutzenversprechen wird dem Kunden durch eine gemeinsame Bewerbung sowie Angebotsattraktivierung und laufende Qualitätsverbesserung transparent und zu einem lohnenden Preis erwerbbar gemacht.
Die Karte als Kooperationsnetzwerk

Die Karte bildet die Plattform für Kooperationen. Durch die gemeinsame Bewirtschaftung der Karte entstehen bedeutende Synergieeffekte in organisatorischer, finanzieller und technischer Hinsicht.

Das Kartenmodell baut auf vier Systemansätzen auf

Kartensystematik

Organisationssystem
Die Herausforderung liegt in einer großen Anzahl von Systemteilnehmern, die dem Projekt eine große wirtschaftliche Bedeutung zumessen. Die Anforderungen an die Entwicklung des Kartenmodells sind unter anderem eine partizipative Mitwirkung der Teilnehmer, die Schaffung einer hohen Abwicklungstransparenz, eine starke Marktwirkung des Modells, die Generierung eines schlüssigen Geschäftsmodells, sowie die Schaffung einer durchgängigen Leistungskette.

Marketingsystem
Im Marketingsystem geht es um die Darbietung eines plausiblen Kommunikationsmodells für die Markt- als auch Innenbeziehung. Das Ziel liegt in einem auf Kundendaten gestützten Kundenloyalitätsprogramm unter Berücksichtigung der Markenintention.

Leistungssystem
Die Kreierung des Leistungsbündels ist abhängig vom gewählten Marktzielsegment, von der Destinationsmarke und den verfügbaren Leistungen. Die Kreierung des Leistungsbündels findet jedoch in einer Interessens-Konkurrenz-Situation zwischen Anbieter und Kunden statt. Die Schwierigkeit liegt in der Akquisition von Leistungspartnern, die eine schlüssige Antwort auf die Frage der Vorteile des Kartenmodells erwarten und grundsätzlich eine Distanzposition einnehmen. Notwendige Maßnahmen bei der Kreierung eines Leistungssystems sind die Darbietung eines schlüssigen Markt- und Geschäftsmodells, ein transparentes und argumentierbares Preis- und Verrechnungsmodell mit Mitwirkungsmöglichkeiten für die Schlüsselpartner, ein lernfähiges System, welches im Projektablauf über Handlungsparameter optimiert werden kann, sowie eine generelle Prozessorientierung bei der Projektentwicklung.