The Story of Unstoring – Weshalb der Laden kein Laden mehr ist am 20 Aug. 2012

(Vgl. Martina Kühne, Gottlieb Duttweiler Institute Studie Nr. 33/ 2010) (https://www.gdi.ch/de)

Das Internet hat unser Leben bedeutend verändert und revolutioniert. Nicht nur die zwischenmenschliche Kommunikation hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert auch die Beschaffung von Informationen und das zum Einkaufsverhalten der Menschen wurde durch das Web nachhaltig geprägt.
Der traditionelle Laden in der Innenstadt oder im Einkaufszentrum verliert mehr und mehr an Bedeutung und wird zukünftig möglicherweise eine Rarität darstellen – die Entwicklung des Einkaufs wird wohl die klassischen Händler umgehen und die Läden überflüssig machen. Grund dafür sind die neuen digitalen Technologien, die die reale und die virtuelle Welt immer mehr verschmelzen lassen und es zukünftig erfordern den Laden neu zu erfinden und seine Funktionen neu zu definieren, um den Anforderungen der Kunden auch zukünftig zu entsprechen.

Fotoquelle: Martina Kühne, The Story of unstoring - weshalb der Laden kein Laden mehr ist, GDI Studie Nr. 33, 2010

Der Konsument von morgen wird auch weiterhin in Läden gehen, schließlich sind wir Menschen auch viel zu sehr Genusseinkäufer, die gerne einen Einkaufsbummel ausgiebig zelebrieren, zwischendurch in einem Cafe ein Pause machen um zu plaudern oder anderen beim Einkaufen zuzusehen. Dennoch will man auch die technischen Innovationen nutzen, die einem die internetbasierte Technik bietet: Preise schon zu Hause vergleichen, Produkte visualisieren und auf individuelle Vorlieben hin anpassen und die Erfahrungen und Meinungen anderer Konsumenten einholen.

Wer wartet ist schon tot

Es reicht schon lange nicht mehr einen Postwurf zu auszuschicken, um neue Kunden ins Geschäft zu locken – die innovativen Läden nehmen per Handy Kontakt mit den potentiellen Kunden auf. Der Einsatz von mobilen Services, wie Augmented Reality ( link: Blog: Trends im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien, Teil 2/3)
und Location Based Services gehört inzwischen schon zu den gängigen Marketingstrategien.

Der Laden geht zum Kunden

Dem Händler stehen durch die mobilen Services große Türen offen, um mit den potentiellen Kunden direkt in Verbindung zu treten und seine Aufmerksamkeit  zu erregen. Man kann die Kunden auf ein Sonderangebot oder ein bestimmtes Geschäft aufmerksam machen. Statt im Laden auf potentielle Kunden zu warten, geht der Laden künftig aktiv auf die Kunden zu.
„Für den konventionellen Händler, der sich um Parkplätze und Mietkosten, Öffnungszeiten und Arbeitsrecht seiner Angestellten kümmern muss, kann dies nur heißen: Lernen, Hype und evolutionärer Entwicklung zu unterscheiden, bestehende Stärken stärken, neue Technologien verfolgen und verstehen, Kundenwünsche noch besser zu ergründen.“

Einkaufen geht auch ohne Laden

„Die Welt wird zu einer riesigen Verkaufsfläche.“
Der sogenannte POI (Point of Sale) entkoppelt sich räumlich von der Verkaufsstelle. Zum Beispiel dann, wenn die Kunden einen beliebigen Artikel, egal ob aus dem Schaufenster, abgebildet auf dem Handy oder von einem Passanten getragen – anklicken, identifizieren und kaufen können.

Fotoquelle: Holographic model animates Paris lingerie windows, AR to facilitate ‘street shopping’, fashionandmash.wordpress.com, 31. Mai 2012

Der Laden wird anklickbar

Zukünftig werden die Produkte in den Läden digital erfasst mit wichtigen Zusatzinformationen aus dem Web versehen werden – die Kunden können dann mit Hilfe von Augmented Reality Informationen aus dem Internet hinzuziehen, andere Angebote einholen,…

Fotoquelle: René Wegscheider, QR codes, kinderleicht, www.myway-rocknroll.at, 19.12.2011

Stephanie Beck, Augmented reality´s day is rapidly approching, www.qrcodepress.com, August 2011

Wo bin ich?

Das Mobiltelefon weiß inzwischen schon besser Bescheid als der Besitzer wo man sich gerade befindet, folglich kann es auch alles finden – Attraktionen, Restaurants, Läden,…die Funktion dahinter Location Based Services.

Fotoquelle: www.lioninside.com, mobile-trend-augmented-reality

Fotoquelle:www.werbeplanung.at, augmented-reality-check

In Zukunft wird es für die Händler sehr wichtig sein, die neuen Technologien optimal für sich zu nutzen und sein Geschäftsmodell stets neu zu überdenken, zu verfeinern und seinen Kunden anzupassen. „Oder, etwas brutaler gesagt, die Devise wird lauten: mitmachen oder mitsterben…“