Ziele des Erlebnisraumdesigns am 26 Apr. 2012

AbendrotErhöhung des Aktivitätsniveaus der Gäste

Landschaft und Naturerleben war in der viel tausendjährigen Menschheitsgeschichte immer Ziel von Gestaltungs- und Veränderungsmaßnahmen, gleichzeitig wurde ihr immer mit größtem Respekt, Angst und sogar mit Furcht begegnet. Nach über zwei Jahrhunderten der Eroberung der Alpen, dem Aufspüren der letzten landschaftlichen Geheimnisse und der technischen Entfremdung richtet sich die Aufmerksamkeit des Freizeitmenschen wieder verstärkt auf das emotionalisierte Naturerleben. Die Erwartungen  an die Natur werden dabei von einem rücksichtlosen Machbarkeitsanspruch geprägt, dem die natürliche göttliche Erfurcht abhanden gekommen ist.
Der ungebrochene Wille nach gleichzeitig persönlichem  und materiellem Wachstum und dem Mehrwert, ausgedrückt in Festen, Ritualen, Reisen, dem Durchbrechen von sozialen Regeln, dem Eindringen in andere Wirklichkeiten und dem Wunsch, Neues Kennen „zulernen“ treibt die Erlebnis-  und Sinngesellschaft, oft im paradoxen Widersprüchen verhaftet, voran.  Vor allem das Bedürfnis, den  Belastungen der Wirtschaftsgesellschaft und einer  unheimlichen  Informationsflut zu entfliehen, lässt die Sehnsucht nach Idylle, Natürlichkeit, Authentizität ungezügelt gedeihen.

Besonders in der Freizeit und im Urlaub ist die Versuchung groß, die oft im Widerspruch stehenden Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Die Herausforderung bei der Gestaltung des Erlebnisraumes liegt daher in einer schnellen Bewusstmachung und Erfahrbarkeit der Leistungs- und Erlebnisfähigkeit von Freizeit- und damit auch von Naturlandschaften bei gleichzeitiger Vermittlung von Nähe, Heimat, Orientierung sowie kognitives und teilnehmendes Verständnis.

Mobilisierung und Sensibilisierung der Systemteilnehmer

Ein proaktives Inszenierungskonzept als Baustein einer umfassenden Erlebnisdramaturgie für den Aktionsraum baut auf den Bedürfnissen der Gäste und Einheimischen auf und ist beruht auf einer methodischen Erlebnisaufbereitung mit dem oberstes Ziel,  die Ausrichtung der Aufmerksamkeit aller am Prozess Beteiligten auf ein gemeinsames Raum- und Erlebnisverständnis von Anbieter und Konsumenten.

Durch eine intelligente erlebnisdramaturgische Verzahnung aller angebotsrelevanten Ressourcen und durch eine entsprechende Schwerpunktbildung über die Thematisierung, wird die Erlebnisqualität des jeweiligen Erlebnis- und Aktionsraumes nachhaltig gesteigert, macht diesen durch dramaturgisch aufbereitetet Kommunikation beschreib-, vergleich- und bewertbar, die Folge ist eine Mobilisierung und Sensibilisierung der Systemteilnehmer (Anbieter und Kunden).