Erlebnisräume gestalten am 24 Nov. 2011

Einen Erlebnisraum zu gestalten ist wie eine gute Geschichte zu erzählen. Es gilt, durch eine spannende Produktgeschichte die Aufmerksamkeit des Besuchers zu gewinnen und sein Interesse durch eine spannende Erzählung zu fesseln.
Die Leitidee des Erlebnisraumes zieht sich durch den ganzen Raum, wie ein Duft und ist an allen Erlebnisstationen „spürbar“.

Die gestalterische Kraft des Erlebnisraumdesigns liegt daher zuerst in der gekonnten Auswahl von charakterprägenden und profilbildenden Objekten, Attraktionen und Bereichen und darüber hinaus in der Inszenierung von bedeutenden „Markenkontaktpunkten“.
Identitätsstiftende „Attraktionen“, leisten einen starken symbolischen und inhaltlichen Beitrag  zur Sichtbarkeit der Produktstory eines Themenstranges und sind der Entscheidungsanreiz und das Motiv für die Reiseentscheidung in den jeweiligen Erlebnisraum.

So die Theorie, aber am Beispiel des Vitalpinum, einer Schaubrennerei in Thal-Assling/Osttirol, sieht man sehr gut, wie ein authentischer Erlebnisraum aufgebaut sein kann.

Der Eingang
Der Eingang stellt das Tor in das Erlebnis dar. Ein attraktives Eintrittportal weckt die Vorfreude und startet die Geschichte des Erlebnisraums.
Gut angekommen und in den Grunderwartungen bestätigt, steigt bei den Besuchern die Lust auf das Abenteuer und die Vorfreude auf die Erkundung des Erlebnisraumes.

Besucherzentrum
Das Besucherzentrum muss einige wichtige Funktionen erfüllen, es soll durch seine architektonische Gestaltung das Interesse und die Neugier der Besucher wecken. Die außergewöhnliche Architektur soll sich harmonisch in die Umgebung integrieren und wichtige Landschaftselemente aufnehmen und spiegeln.
Weitere Funktionen:

  • Sicherstellung einer hohen Erlebnisqualität für den Gast
  • Verkaufsfördernde Produktpräsentation
  • Sichtbarmachtung der Identität und Marke
  • Einlösen und Konsum des angekündigten Erlebnisversprechen

Erlebniseinführung
An diesem Punkt kann man sich meist einen Überblick über den Erlebnisraum verschaffen. Man bekommt einen Vorgeschmack und startet voller Vorfreude in das Erlebnis.

Einzelattraktion
Die Einzelattraktion dient als Einstimmung für die Hauptattraktion.

Gebautes Wahrzeichen
Das gebaute Wahrzeichen ist eine gebaute Leitidee und das symbolische Leistungsversprechen des Erlebnisraumes.

Die Haupttattraktion
Sie ist die Ikone im Erlebnisraum, ein sogenannter Leuchtturm, der den Erlebnisraum erstrahlen lässt und Hochgefühle bei den Besuchern auslösen soll. Die Ikone muss richtig inszeniert werden und auch als solche sichtbar gemacht werden.

Erlebnisvertiefung und Erlebniserweiterung
Die Attraktionen zur Erlebnisvertiefung sollen mit unseren Sinnen spielen und sollen Plätze der Verzückung, der Freude und der Überraschung sein. Diese sollen uns dazu animieren selbst tätig zu werden, etwas zu entdecken und zu erleben. In der Duftdusche (rechtes Bild) wird man vom Duft bzw. der Leitidee eingehüllt und man taucht völlig in das Erlebnis ein.

Logenplätze

Nachdem man sich auf die Attraktionen eingelassen, sie selbst entdeckt und erforscht hat, braucht man einen Platz der Entspannung und Ruhe – ein sogenannten Logenplatz, an dem man die Umgebung und das erlebte auf sich wirken lassen kann.