Mobile für Tourismus am 16 Nov. 2011

Am 7. November dieses Jahres fand im Austria Trend Hotel
in Salzburg der Mobile National Day statt. Zahlreiche Unternehmen und Geschäftsführer aus dem österreichischen und deutschen Tourismusbereich berichteten ihre Ansichten und Erfahrungen zum Thema „Mobile für Tourismus – der Kunde findet sie immer“.

Durch die zunehmende Verbreitung von internetfähigen Mobiltelefonen sowie durch die zunehmende Popularität für Smartphones wird es für die Unternehmen aus sämtlichen Sparten zunehmend wichtiger sich mit der Nutzung von mobilen Internetdiensten auseinander zu setzen.

Im Tourismus- und Freizeitbereich ist dieses Thema von höchster Brisanz: Der Grund liegt darin, dass mobile Dienste vor allem dann gebraucht werden, wenn der Kunde unterwegs ist. Sprich er ist also mobil, und mobil ist der Kunde zumeist in seiner Freizeit und in seinem Urlaub. Es gibt zahlreiche Apps, die gerade diesen reisenden Kunden ansprechen, wie z.B.

  • die Swoodoo Flugsuche,
  • die Flugticketbuchung und der Smartphone-Checkin von Lufthansa,
  • die Hotelbuchung mit der eBookers App von HRS,
  • zahlreiche Taxiapps wie z.B. myTaxi,
  • zahlreiche Reiseführer wie z.B. der Trip-Advisor, Layar, die vor allem auch ihre Leistungen hinsichtlich Location Based Services, Social Media und Augmented Reality fokussieren.
  • zahlreiche Kundenbindungslösungen mittels Kundenkarten und Coupons, wie z.B. die Niederösterreich Card, Burger King Coupons, etc.
  • die App Room 77, eine App zur Buchungsauswahl eines bestimmten Zimmers in einem bestimmten Hotel,
  • die iQueue App, eine App die langes Warten bei Ticketkäufen vermeidet
  • die EpicMix, iSki, Dolomiti Ski oder die Tirol Snow App für Skifahrer. Die App ermöglicht das Aufzeichnen von Skipisten ermöglicht und fließige Skifahrer in Gewinnspielen belohnt,
  • uvm.

Apple wirbt in seiner Werbung mit „Es gibt für alles eine App“. Apps sind im Trend, aber so verlockend die Erfolgspotentiale für eine App auch sind, so darf man nicht vergessen sich auch über den Mehrwert und den Entwicklungskosten einer App Gedanken zu machen. Je nach Entwicklungsaufwand kostet die Umsetzung einer App zwischen € 3.300 und € 35.000 Euro. Ob die App nach der Investition Erfolg hat, bleibt ungewiss. Der Kunde entscheidet letztendlich über den Mehrwert, und somit auch über den Erfolg der App.

Aufgrund der hohen Kosten und der Erfolgs-
ungewissheit nahmen die Vortragenden am mobile Day eine sehr überlegteGrundhaltung ein: Die zunehmende Relevanz von „Mobile Apps“, „Mobile Payment“, „Social Media“ in mobilen Applikationen, sowie die Offline-Verfübarkeit von App-Content  war jedem bewusst. Bewusst war den Vortragenden aber auch, dass die eigene Entwicklung einer App nicht aus dem Grund der Trendbewegung, sondern nur aus dem Kunden-Mehrwert-Motiv heraus geschehen darf.

Um den Konsumententrend der zunehmenden Internetnutzung am Handy auch ohne eigene App entsprechen zu können, betonten die Vortragenden vor allem die Relevanz für mobile Webseiten (wie z.B. Wien Tourismus, Alpstein). Die Gründe für die Entscheidung zu einer mobilen Webseite lagen bei den Vortragenden vor allem in einer solidere Kosten-Nutzung-Relation (mehr Hürden beim Download der App; die App-Nutzung nimmt im Laufe der Zeit stark ab), sowie auch in der Möglichkeit der flexibleren Handhabung der mobilen Webseite durch ein dahinter liegendes Content Management System.