Almcamp – Barcamp, die Alm und das Tal am 10 Okt. 2009

Das Almcamp im Maltatal am Maltaberg auf der Leonhardhütte (da muss man genau sein, sonst fährt man vorbei :) ) war auch für mich ein persönliches Highlight in der Barcamp Landschaft, vereint es doch was mich persönlich und professionell am meisten interessiert – die Natur, die Leute, der Tourismus, das Tal und das Internet.

Eine Zusammenfassung

Eine gute Zusammenfassung von Jochen. Das Video bringt gut auf den Punkt, was das Almcamp ist und wie Personen reden wenn Sie drei Tage auf der Alm zuviel Frischluft geschnuppert haben :). Wo ist eigentlich Monika im Video? Und wo sind meine wirklich gscheiden Sätze?? Alles Fragen die @schneeengel mit #papperlapapp noch beantworten kann.

Meine Highlights in den Sessions

  • Barrierefrei geht mir am Arsch vorbei von @liechtenecker– 90 Seiten Standard zusammengefasst auf eine kompakte Präsentation – danke, ich fühle mich jetzt kompetent!
  • Realtimecommunication von @heinz – ich habe den Vortrag gleich aufgegriffen und am Webmontag in Graz eine Session gestartet – #googlewave – don’t respect the hype
  • OpenGov – wo kann das Projekt von Georg Holzer k2020.at besser präsentiert werden als am Almcamp – wo die Internetcommunity am  mauscheln ist – aber alle mitlesen :) – Ein wichtiger Beitrag und absolut notwendig in der Medienlandschaft in Kärnten!
  • augmented reality – bis dato für mich kein heißes Thema, da ich im Tourismus noch sehr viele wichtigere Baustellen sehe, die es zu lösen gibt.  z.B. einen wirklich guten Email Newsletter zu schreiben! Aber der Vortrag hat mir doch gezeigt, wie leicht wir mit unsere Infrastruktur einsteigen können und als Wandercontentanbieter über wikitude und ARML (vielleicht neuer Standard für die Beschreibung der Inhalte) neue Anwendungen kreiieren können. Danke an Peter Höflehner für den interessanten Input!

Das Lieser-/und Maltaltal

Zum Lieser-/Maltatal habe ich natürlich eine spezielle Beziehung. Selbst dort aufgewachsen, komme ich immer gerne zurück um zu Wandern und zum Entspannen – für die Neue Züricher Zeitung NZZ ist es die „liebenswerte Tristesse” – ganz einfach in google nach „abgründe” +”oase” suchen und auf Platz 2 kommt das Liesertal. Nun ist es immer wieder interessant wie sich das Tal entwickelt, man greift selbst ein mit der Webgenossenschaft oder die Künstlerstadt Gmünd hat noch immer den gleichen Elan wie zu Beginn. Mit dem Almcamp kommt eine neue spannende Facette hinzu die sich langfristig auswirken wird – wann wurde das letzte Mal soviel über das Liesertal geschrieben?. 40 Personen bloggen und twittern über das Almcamp und indirekt für das Tal, ich bin schon neugierig, wo wir in einem Jahr beim #alm10 stehen (schau ich mir sicher von der Leonhardhütte an :) ).

Almcamp – ein Weekend Project

Das intensive Zusammensitzen, Austauschen und Arbeiten fördert auch andere Ansätze wie man ein Barcamp gestalten kann. Manche der Besucher sind von Donnerstag bis Sonntag aktiv am Barcamp, also 4 Tage dabei. Was wenn eine gemeinsame Aufgabenstellung, eine gemeinsame Lösung für ein Problem erarbeitet werden soll/kann? Für mich am Almcamp wäre das klassische Thema http://www.soisses.at gewesen. Das Magazin für das Lieser-/und Maltatal von Monika und Achim ins Leben gerufen bietet so viele Diskussionsebenen, vom einfachen Aufbau – Usability einer Seite (Technik) – „wo isn dera artikl jetzt hien? – 2 seite vielleicht?”, zur Akzeptanz der Bevölkerung (Soziologie) – „für wos brauch i des?”, zur Steigerung der Akzeptanz in der Bevölkerung (Nutzenverständnis und Geschäftsmodell) – „vülleicht gor nit so deppat”, eLearning (Anwendung der Technik) – „a und so anfoch ist des” und vieles mehr – ein tägliches Brot im Tourismus. Über das Potential der Teilnehmer könnte man aus dem vollen Schöpfen, liefert doch jeder eine Expertise auf den verschiedenen Ebenen – liechtenecker/greisberger/achim für den perfekten Aufbau von soisses, heinz/schneeengel für die perfekten geschichten, heinrich/kati/hüttenteam für die authentische Einsicht in das Tal, ritchie/luca für die beste Verbreitung „dos is sichalich noch ka spam”, robert für das Selbstvertrauen „hallo? 90.000 potentielle Gäste bedient – gehts noch? – was kapiert ihr hier nicht?” und noch alle weiteren – die Liste wäre jetzt wirklich lang.

Was könnten die Teilnehmer mitnehmen?

  • Wie einer nicht internetaffinen Kundschaft die Möglichkeiten und Vorteile des Internet klarmachen – Rezepte/Cookbook
  • Konzentrierte Diskussionsprozeß – welche der Argumente können wirklich übernommen werden – was ist nicht realistisch
  • Die Gewissheit nicht nur für sich etwas mitgenommen zu haben, sondern ein Stück mitgeholfen zu haben ein tolles Projekt in den nächsten Entwicklungsschritt geholfen zu haben
  • Tourismus – für mich am interessantesten – Testballon www.soisses.at und die Implikationen auf eine Region

Wir können den Organisatoren klar etwas zurückgeben, ein klar erarbeitetes, konzentriertes Feedback und howto für die nächsten Schritte, auf das der nächste Testballon für das Web 2.0 in Bereiche vordringt in denen noch kein Mensch zuvor war :)

Zum Abschluß noch die Frage ob ein Weekend Project in das Almcamp eingewoben werden kann? Realistisch oder nicht?

Fazit

Ein tolles Wochenende und ein Danke an das Organisations-Team Achim/Monika/Alex

Weitere Artikel