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Ist Ischgl eine Wanderregion?  – Antwortsuche im Rahmen eines Workshops

Galtür als Mitglied der Wanderdörfer hat als Teil der  Region Ischgl Paznaun den Zertifizierungsprozeß in der Wandergütesiegelaktion  gestartet. Schon die Sichtung des Werbematerials hat gezeigt, dass Wandern für die Region nicht im zentralen Fokus der Aufmerksamkeit steht. Es bleibt auch nicht verborgen, dass der Gesamtauftritt der Region im Sommer nicht so kompakt funktioniert wie im Winter, wo die Bedeutung von Ischgl als starke Klammer alles überstrahlt.

Machen 1100 km Wanderwege eine Wanderarena?

Screen_Wanderplan

Das symbolische Bild einer Arena ist ein Ort des Wettbewerbs und des Wettkampfs. Das impliziert die Frage nach den Aufführungen, den Gladiatoren, den Helden und gäbe auch eine bildhafte innere Struktur (unterschiedliche Wettkampfstätten, Zuschauerränge usw.). Wir haben uns auf die Suche nach möglichen Helden (Gladiatoren) und ihrer Charaktere gemacht und diese in den drei Gebirgszügen Samnaun, Verwall und Silvretta gefunden. In der Motivorientierung (Züricher Modell, Norbert Bischof) könnte  die Silvretta  mit dem höchsten Gipfel, dem Piz Buin, und  der beeindruckenden Gletscherlandschaft dabei die Rolle der dominanten Herrscherin über diese Region einnehmen. Die Verwallgruppe zeichnet eine weitgehend unberührte hochalpine Almlandschaft aus, in der das karge, aber zufriedene Leben aus der urprünglichen Besiedelung noch spürbar ist.  Damit könnte die Position der Geborgenheit und der Balance gut besetzt werden. Die Position der Stimulanz und des Abenteuers wird von der Samnaungruppe  mit der intensiven Bergbahnerschließung, den Kletterangeboten und den Mountainbiketrails ausgefüllt. Ausgehend von  diesen Charakter-begründenden Bergverankerungen begaben wir uns auf die Suche nach Schauplätzen und ordneten den einzelnen Orten auf Basis einer differenzierenden Zielgruppenfestlegung und ihrer bestehenden Angebotsstrukturen differenzierende Leistungsprogramme zu.

Wanderleitidee wäre wichtig

Die Gesamtaufführung in der zukünftigen Wanderarena sollte über ein hierarisch geordnetes und  produktfähiges Leitwanderwegmodell erfolgen. Aufbauend auf diese Grundlage sind die gestalterischen Maßnahmen zu entwickeln. Im Tal bieten alle alles,  was fehlt, ist eine stärker unter den Orten abgestimmte Angebotsentwicklung, um Wandern auf höchstem Niveau zu verwirklichen.

Galtür könnte dabei aufgrund seiner Talschlußlage und als selbsternanntes Bergsteigerdorf einen glaubwürdigen Mittel- und Höhepunkt in einer bedeutenden Wanderregion in den Ostalpen besetzen. Dazu wird  neben einer sehr stark technisch funktionalen Orientierung auch die Zuwendung an emotionale Angebotsfaktoren von großer Bedeutung sein.

Im Wanderdreieck  bilden   Kappl-See  – Ischgl und Galtür  eine  natürlichen Wanderarena, die in einzigartiger Weise die  Ostalpen auf hohem Niveau erlebbar macht, der aber noch ein geeigneter Spielplan fehlt.

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Erlebnisraumdesign Kleinwalsertal

Veröffentlicht am 26 August 2009 von TAO in Erlebnisraumdesign, Projekte, TAO Villach

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AUSGANGSLAGE
Die nur von Deutschland aus erreichbare drittgrößte österreichische Tourismusdestination Kleinwalsertal lockt im Sommer und Winter Tausende Touristen an.
Eine beeindruckende Bergwelt mit winterlicher Schneesicherheit sowie die sprichwörtliche Walser Gastfreundschaft schaffen eine angenehme Atmosphäre für den Gast.
Allein die gebirgsbedingte Abgeschlossenheit legt schon eine Eigendefinition der Erlebnisenklave nahe.

AUFGABENSTELLUNG
Die Raumwahrnehmung der Gesellschaft ist in Veränderung begriffen
Orte bewußt gestalten und mit Bedeutung aufladen

ANGEBOTENE BERATUNGSLEISTUNG
Umfassende Raum- und Angebotsanalyse
Raumbeschreibung und Bewertung/Beurteilung
Iterative Entwicklung eines Erlebniszonierungsplanes der Region
Strategisches Konzept (Storyboard)
Exploration – Regionsbereisung zur Erhebung des natur- und kulturräumlichen Angebotes
Prozeßbegleitung und Moderation von Arbeitsgruppen

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