Autor: Sieghard Preis

E-Mail: sieghard.preis@tao.at

Website: http://www.tao.at

Storytelling – Das Geheimnis des Raxkönigs

Veröffentlicht am 02 Januar 2012 von Sieghard Preis in Blog

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Oder „Die Notwenigkeit  Geschichten zu erzählen“
Diskussion über die Produktgeschichte des Wiener Alpenbogens

Geschichten erzählen ist als Wunderwaffe in aller Munde

Ansicht von der Rax

Angefangen hat alles 1997 mit einem Artikel „Die Dream Society“ GDI impuls 1/97, von Rolf JENSEN. Hier wurde mir erstmals bewusst, daß das klassische Marketing an einem Scheideweg steht und das die Wiederentdeckung von alten Tugenden eine große Chance darstellt. Die Kernaussagen des Artikels haben bis heute nichts an Aktualität  und Bedeutung verloren:
Er erzählte die Geschichte von den ewigen Sehnsüchten in unserer Gesellschaft nach Identität, Geborgenheit, Zugehörigkeit, Liebe, Abenteuer, dem Status von der ewigen Jugend, unserem Erfolg und das Bestehen im alltäglichen Wettbewerb.

Das Unternehmen mit der besten Geschichte gewinnt

Die Herausforderung für den Marketer ist es, den Wechselschritt vom “Scientific Managment” zum “Value Mangement” zu schaffen. Der Unterschied liegt nicht in den Produkten selbst, sondern in der Art und Weise der Kommunikation, die in der Werbung eingesetzt wird. Geschichten erzählen als strategisches Erfolgsmoment wird gefordert.
Eine fühlbare Produkt-Story, die den Mehrnutzen und die wichtigsten Kaufargumente des Produktes nicht nur emotional wirksam, sondern auch mit großer Leichtigkeit in den Kopf und das Herz des Kunden, transportiert.
Eine Produkt- Story lässt sich jedoch nicht einfach erfinden oder kopieren. Diese Stories sind immer auch Ausdruck eines  Wertebekenntnisses und beinhalten ein Nutzenversprechen. Sie vermitteln erstmal ein persönliches Gespür für das Unternehmen und seine  Einstellungen und versprechen  die Erfüllung von  Kundensehnsüchten.

Erzählen Sie eine authentische Produktgeschichte

Menschen lieben Geschichten die  authentisch und sprachlich überzeugen sind und deren Botschaft  vom Kunden  leicht  verstanden werden. Es geht weniger darum, eine Geschichte zu erfinden, sondern es geht vielmehr darum,  aus den zahlreichen Geschichten, „die da draußen“,  rund um uns herum existieren, die Richtige herauszusuchen und diese, um unsere Produktidee herum, spannend zu erzählen.

Für die Produktgeschichte des Wiener Alpenbogens habe ich auf die wahre Geschichte des Raxkönigs zurückgegriffen. Georg Hubmer, der Held dieser Geschichte, wurde als verwegener, trutziger Holzkneckt aus dem Salzkammergut in das Höllental berufen, um das scheinbar Unmögliche zu bewerkstelligen, nämlich 4000 Klafter Holz durch das Höllental über stürzende Felsen, schäumende gurgelnde Wasser und scheinbar unbezwingbare himmelhoch ragende Wände herauszuschwemmen.

Holzscheit Höllental Felsen stoppt Baumstamm im Bachbett

Ein sehr schöner Plot (Grundgeschichte –ursächlicher Erlebnisverlauf). Eine große schier unüberwindliche Herausforderung, ein verzweifelter Oberverweser und seine Leute und eine wilde, beeindruckende Naturkulisse als Gegenspieler für einen verwegenden Helden. Der Wanderer wird aufgefordert selbst in die Heldenrolle zu schlüpfen und die sieben Herausforderung des Wiener Alpenbogen zu meistern.
Sieben regionale Episoden werden auf  authentische Elemente (Attraktionen, Ereignisse, Landschaften und Helden) referenziert. So zum Beispiel im Rosaliengebirge auf die Rosalia, eine  Einsiedlerin, die den Freuden der Welt entsagte, in der Buckligen Welt auf den Beisteiner Lois, der  als Meisterschütze die Kuruzzen verscheucht, in der Wechsellandschaft auf den Philosophen Ludwig Wittgenstein als Geheimnisträger und Wissenden  usw.

Persönlichkeit, Handlung  und Bildhaftigkeit

Kernkomponenten, die eine überzeugende Geschichte ausmachen (lt. Holt)

Die Persönlichkeit eines Produktes wird durch seine einzigartigen Eigenschaften, den Charakter, den Leistungen und Merkmalen geprägt, die es von anderen Produkten unterscheiden und abheben. Durch die Nutzung von realen und mystischen Persönlichkeiten und der Verquickung der differenzierenden, regionalen Erlebnisleistung mit der Person bzw. mit deren Schicksal, schafft es eine einzigartige und nicht substituierbare Authentizität.

Das Handlungsmuster (Plot) ist selbstähnlich aufgebaut und gibt dem Leser die Möglichkeit, das Erzählsystem leicht zu durchschauen und mit eigenen Überlegungen und Ideen anzureichern. Die Handlungsdynamik wird durch die erregende Themewahl („Der Ruf nach Vollkommenheit“, „Hüte Dich vor falschen Kreuzrittern“, „Schwaigen ist Gold“, „Mit dem Schiff über den Semmering“ usw.) und durch die Vorgabe von sieben Herausforderungen vorangetrieben.  Emotionen vor Fakten heißt es, die Bildhaftigkeit der Erzählung ist daher jedes Mal eine große Herausforderung.

In dieser Geschichte (und in vielen anderen auch) liegt meines Erachtens die Lösung in der Sprache bzw. in den regionalen Namen und Begriffen. Das Höllental, eine wilde Landschaft,  einfach nur durch Originalzitale, wie: „stürzende  Felsen, Urwaldriesen versperrten den Weg, schäumende gurgelnde Wasser, himmelhochragende Wand, kerzengrade, klotzig und scheinbar unbezwingbar“,  bewusst gemacht oder durch die Formulierung einer phantastischen Vorstellung:  „Man stelle sich vor, am Weg zur Rosalienkapelle treffen sich Franz von Assisi, der Asket und Prediger des einfachen Lebens, Ulrich von Lichtenstein, der liebestolle Minne auf seiner Venusfahrt und Rosalia, die keusche Einsiedlerin, die auf alle Genüsse und auf das lustvolle Leben freiwillig verzichtete, um im Namen des Herren zu Leben.”

Der Geschichtenerzähler sollte viel wissen und eine Struktur festlegen

Die größte Herausforderung in der Aufbereitung einer Produktgeschichte liegt in der Recherche und dem Aufspüren des genius loci einer Landschaft.
Obwohl bereits eine umfangreiche Dokumentation zum Leitweg vorliegt, enstehen im Rahmen der Kreation immer neue Aspekte und Überlegungen, die recherchiert sein wollen. Erst wenn ein umfangreicher Fundus von Geschichtsmaterial vorliegt und die Grundidee steht kann´s losgehen.

Die Grundstruktur in diesem Fall bestand aus

  • Titel
  • Claim
  • Geschichte
  • Herausforderung
  • Authentische Schauplätze
  • Symbolik

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Handlungsleitfaden: Der perfekte Wanderurlaub

Veröffentlicht am 16 Dezember 2011 von Sieghard Preis in Blog

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„Die Kunst, Landschaft Geschichten erzählen zu lassen“.

Titelbild Handlungsleitfaden zeigt einen Wanderer

Diese Woche wurde unser Handlungsleitfaden, „Ihr Weg zum perfekten Wandererlebnis“ fertig gestellt. Auf ca. 60 Seiten, in acht Kapiteln, habe ich versucht, eine praktikable Handlungsanleitung speziell für Regionsmanager, Wanderbetriebe und für interessierte Touristiker zusammenzustellen.

Bei unseren Erlebnisraumprojekten begleitet uns der Anspruch der Regionen: “Wir wollen die beste, eine einzigartige Wanderregion sein“ genauso, wie die auf dem Fuß folgende Antwort: “Dazu müssen wir ein perfektes Beschilderungssystem (Orientierungssystem) aufbauen und perfekte Wanderwege gestalten“.

In Unwissenheit der wirklichen Bedürfnisse und Erwartungen von Naturliebhabern, Bewegungsfanatikern, spirituell Suchenden, Gesundheitsaposteln, Esoterikern oder ganz normale Erholungssuchende (das ist es nämlich, was einen Wanderer ausmacht), kommt es in der Regel immer zu gleichen bzw. ähnlichen Lösungsansätzen, nämlich Themen-, Prämium-, und Nordic Walking Wegen oder zu einer großen Aussichtsplattform, noch einer größeren Aussichtsplattform und dann zur spektaktulärsten über drüber Plattform.
Natürlich ist es verführerisch, gleich von der Stange zu kaufen, einfach schauen was die anderen tun und damit in den Wettlauf nach größer, besser, höher oder weiter einzutreten.
Der Handlungsleitfaden: “Ihr Weg zum perfekten Wandererlebnis“ zeigt auf, dass die Welt des Wandererlebnisses unermesslich groß, vielfältig und bunt ist. Sie möchte bewusst machen, dass das entscheidende Erlebnis unser Natur- und Landschaftsraum bietet. Darin liegt auch die größte Herausforderung des Handlungsleitfadens, nämlich dem interessierten Leser bewusst zu machen, dass die wirklichen Erlebnisse in unseren Köpfen (Herzen) ablaufen.
Die Konsequenz daraus ist, dass alles was wir tun, darin bestehen muss, eine gute Geschichte zu erzählen, nein noch besser, dafür zu sorgen dass in den Köpfen der „Naturliebhaber“ beim Bewegen in der Natur eine spannende Geschichte abläuft.

Die Inhalte bauen sehr stark auf unserem ganzheitlichen Erlebnisraumodell auf, sie versuchen den Leser auf neue Themenstellungen hinzulenken wie z.B. die Notwendigkeit von Ortssinn und Raumverständnis, das Verstehen von Landschaft als emotionalen Raum, der Aufgaben von Illusionsschleußen, Spannungsverläufen und von speziellen Bedürfnissen an bestimmten Orten.  Natürlich wurde nicht übersehen, die Notwendigkeit von Orientierung und von zeitgemäßer Erlebnisinfrastruktur ausführlich zu behandeln und an Beispielen zu erläutern. Damit wird jeder Gestalter von Wandererlebnissen, Wegen, Wanderbetrieben oder Wanderangeboten, sei es die ganze Region, einzelne Orte und Dörfer, in die Lage versetzt, seine Position als perfektes Wandererlebnis zu überprüfen und aufgrund eines Selbstbewertungsfragebogen zu bewerten.
Die Inhalte bauen strikt und ausführlich auf den Kriterien des Österreichischen Wandergütesiegels auf und setzen jeden Wandererlebnisgestalter aufgrund einer kritischen Selbstbeurteilung in die Lage, zu entscheiden, ob er bereits reif für das Österreichische Wandergütesiegel ist.

Die Schutzgebühr des Handlungsleitfadens für die Fachbroschüre beträgt € 190.- inkl. MwSt. und ist beim „Verein des Österreichischen Wandergütesiegels“ (www.wanderguetesiegel.at oder telefonisch 04242, 257530 -16) erhältlich. Ansprechperson für Fragen ist Herr Mag. Michael Gruber

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„Landschaft erzählen lassen“

Veröffentlicht am 13 Dezember 2011 von Sieghard Preis in Blog

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Am Beispiel von Trilogieplätzen im Rahmen der Allgäuer Wandertrilogie

Die Idee

Allgäu Berg im Nebel

„Landschaft stellt sich zunächst als riesige Unordnung dar, die uns die Freiheit lässt, den Sinn auszuwählen, den wir ihr geben können“ (Levi Strauß, Anthropologe).
Das Konzept der Allgäuer Wandertrilogie verfolgt die zentrale Idee, die Schönheit, die Vielfalt und das Abenteuer Landschaft aus verschiedenen Blickwinkeln, aber immer in einem Dreierbezug bzw. in einem Dreiklang zu vermitteln. Die Schlüsselidee der Trilogie besteht darin, “Landschaftsbilder zu malen, zu zeichnen, zum Klingen zu bringen, hörbar, erfahrbar, fühlbar, vorstellbar und sichtbar zu machen!”

Gestalten von Trilogieplätzen

Die konzeptionelle Idee geht davon aus, dass im Rahmen der Exploration Orte mit Trilogiequalität überprüft und neue gesammelt werden.
Die Grundlagen dazu wurden in den Ortsworkshops gesammelt, verdichtet und in Form einer zusammenfassenden Produktstory vorbereitet. Aus einer Vielzahl von Trilogieideen gilt es eine repräsentative Auswahl zu treffen und entsprechend der Produktstrategie taktisch zu einer Gesamtgeschichte aneinander-zureihen. Die Trilogiepunkte werden damit zum sichtbaren roten Faden über das gesamte Projekt als Vermittler der Produktphilosophie, als Orte der Identitätsstiftung und als Rhythmusinstrument, wenn attraktionsarme Abschnitte bestehen.

Als Beispiel möchte ich eine interessante Trilogiegeschichte, die uns mit den “Weißen Frauen” im Rahmen unserer Workshops in Pfronten, Nesselwang und in Hindelang untergekommen ist, demonstrieren.

“Druie hands g´hött, jeda haut`s g`gwöllt, koina haut´s kriegt -
schenk du mir dei Lieb!”

Das Thema:
Die drei weißen Frauen (Schwestern)
Quelle: Landschaft als geistiger Raum Hans Jörg Müller (Untertitel: Der Ort als Tor in Jenseitswelten, am Beispiel des Alatsees)

Die Geschichte:
Drei Schwestern waren die Herrinnen dieses gesegneten Landes (Alatsee, Aggenstein, Falkenstein  – erlebbar an einem Schaupunkt als Trilogiepunkt). Sie bewohnten die Burg am Bergeshang des Aggenstein. Solang sie in friedvoller Eintracht lebten, war alles sehr gut. Aber eines Tages gerieten die Schwestern in Streit, jede wollte einen Teil des Besitzes. Um die Mittagszeit standen sie auf der Burg und schauten über den Gottesgarten hin. “Mir die Burg und das Land gegen Mittag” sagt die Älteste, “Das will ich für mich” rief die Jüngste. Die Mittlere aber verwünschte die Schwestern: “Das Euch die Erde mitsamt dem Grund Verschlänge”. Ein fürchterlicher Donnerschlag war die Antwort, es sah aus, als neigten sich die Berge über dem Tale zusammen. Ein Krachen, ein Bersten erfüllt die Luft als ob das Weltenende gekommen sei. Aus der Tiefe herauf gurgelte das Wasser herauf, und am Abend ward das Tal mit einem weiten See gefüllt. Nachmals hat man die drei Schwestern oft aus dem Seegrund klagen gehört: “Druie hands g´hött, jeda haut`s g`gwöllt, koina haut´s kriegt – schenk du mir dei Liab!”

Allgäu Berg in Gewitterwolken Falkenstein Alatsee

Die mystische Botschaft (lt. Hans_Jörg Müller) (Enthüllung):
“Hier erkennen wir das Thema “der drei Ewigen”. Sie sind der manifestierte Ausdruck der Erdenseele: als Werden, Leben und Vergehen, Aspekte der dreigestaltigen Göttin (dieser universelle Aspekt findet in der Literatur und allen Religionen und sogar im Erlebnisrhythmus -Geboren werden (Start)-. Leben (Erlebnis – Sterben [Ausklang] – seine Entsprechung). Als die “drei weißen Frauen” tauchen Sie im Allgäu sehr häufig auf.

Die Aufgabenstellung in der Konzeption

Die einzelnen Schritte:
1. Wir finden eine spannende Geschichte, die mit der Leitgeschichte (Leitthema) in Verbindung gebracht werden kann. Das passiert in der vorbereitenden Recherche, den notwendigen Workshops und im Rahmen der Exploration.
2. Wir suchen uns einen tollen (authentischen) Ort:
3. Wir “erzählen” die Geschichte auf drei Ebenen

  1. Reale Ebene (Wahrnehmungsebene)
  2. Geistige Ebene (Erfahrungsebene)
  3. Persönliche Ebene (Erkenntnisebene)

A) reale Ebene (Wahrnehmungsebene):
Hier, in dieser schönen Landschaft am Aggenstein, dem Alatsee und der Burgruine Falkenstein hat sich eine Sage abgespielt. Impliziter Appell an den Besucher. „Besucher, stelle dir vor, wie die drei Schwestern in dieser wunderschönen Gegend lebten und wandelten – um dieses Land würdest auch Du streiten, oder?”

B) auf der geistigen Ebene (Erfahrungsebene):
“Diese Landschaft ist ein besonderer Schatz, schau hin zur Burgruine, sie steht wirklich auf einem großen Goldschatz (lt. Sage), schau zum mystischen Aggenstein und zum Juwel Alatsee aber bedenke, die drei Dinge gehören untrennbar zusammen, ihre Schönheit entsteht aus dem Dreiklang, erst zusammen ergeben sie eine tolle Kulisse.”

C) auf der persönlichen (seelischen) Erkenntnisebene:
„Nur wenn wir zusammenhalten sind wir stark, wirkungsvoll, unschlagbar – gemeinsam sind wir reich.”

Die zentralen Aufgaben unserer “Inszenierung” ist daher:

  • die richtige Geschichte zu finden (auszuwählen) und zu schreiben
  • den richtigen Ort für die jeweilige Geschichte auszuspähen
  • die Plätze so zu gestalten, dass die Geschichte beim Wanderer auf den verschiedenen Wahrnehmungsebenen gestartet wird und in seinem Kopf selbstständig fertig erzählt wird.


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1. Naturleseweg eröffnet

Veröffentlicht am 07 Juli 2010 von Sieghard Preis in Blog

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Die Entwicklung und Umsetzung des Naturleseweges “Via Natura!” – Eine flotte Partie!

Letztes Jahr im Sommer starteten wir mit der Enwicklung einer gemeinsamen Leitidee für die Gestaltung eines Leitwegesystems im Naturpark Grebenzen (Steiermark, Neumarktersattel, direkt an Kärnten angrenzend). In vier Arbeitsgruppen wurden die Inhalte erarbeitet, diskutiert und beschlossen.

Übersichtsplan Naturpark- Zirbitzkogel Grebenzen

  • 05.08.2009 Startworkshop „Leitidee“
  • 10.09.2009 Arbeitsgruppe 1 „Natur lesen lernen – Wissensmanagement“
  • 21.09.2009 Arbeitsgruppe 2 „Orte der Begegnung – Arealgestaltung“
  • 25.09.2009 Arbeitsgruppe 3: „Wanderinfrastruktur – Produktgestaltung“
  • 29.10.2009 Arbeitsgruppe 4: „Wander- und Naturparkbetriebe“
  • 26.11.2009 Entscheidungsworkshop „Leitprojekte und Umsetzung“
  • 03.07.2010 Eröffnung des Naturleseweges “Via Natura!”

“Die Natur lesen lernen” als Leitidee und Wegweiser

Grundlage der Leitroutenführung ist eine genaue Kenntnis der Geomorphologie, der natürlichen Ressourcen und eine Geschichte, die über den Weg erzählt wird.

Die Leitidee als Grundlage für Entwicklungsmaßnahmen und für den Aufbau einer positionierenden Zukunftskompetenz.

  • lesen (sehen, schauen, spüren, beobachten)
  • verstehen (interpretieren des Beobachteten)
  • nutzen (den Nutzen für den Einheimischen und auch für den Gast herausarbeiten)

Die Bausteine der Lesegeschichte werden im Leitweg spannungsgeladen angeordnet:

  • Der Naturpark, ein Rastplatz der Natur
  • Eine gottvolle Welt (Glaube, Spiritualität, Kultur)
  • Herrschaft der Landschaft und über die Landschaft
  • „Eiszeit“ – Die Landschaft im ständigen Wandel

Die Geschichte symbolisch aufgeladen abwechslungsreich gestalten

Das Auge weist hin, zeigt auf und lädt ein.

Das Buch erzählt und vermittelt

Eine Schulklasse der Natur zum Verweilen

Die feierliche Eröffnung am 3.7.2010

In Anwesenheit der Auftraggeber und Projektanten

  • Johann Kölbl, Obmann Naturparkverein
  • Reinhard Ferner, Vorsitzender der Tourismuskommission
  • Mag. Michael Baldauf, GF des Naturparkvereins
  • DI Johannes Matthiesen, Attraktionsplaner
  • Dr. Günther Karner,Beratungsbegleitung
  • Dr. Sodel, Kartengestaltung
  • Ing. Andreas Kranzmayr, Routenplanung und Qualifizierung, sowie meine Wenigkeit

Für das Projekt gibt es allerdings noch einiges zu tun. Weitere Attraktionsinseln sind einzurichten, die ergänzende Möblierung sollte noch aufgestellt werden und natürlich steht die Zertifizierung mit dem Österreichischen Wandergütesiegel noch an.

Ich freue mich auf noch viele gemeinsame Erfahrungen und wir wünschen dem Projekt “Via Natura!” einen großen Erfolg.

Sieghard Preis

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Im gewöhnlichen Alltag stellt sich selten die Frage, was Raum von Landschaft und Landschaft von Natur unterscheidet. Wir genießen es, wenn wir uns wohl fühlen, spüren Unbehagen bei Störungen und in der Regel leben wir in geübten Gewohnheiten dahin, weil wir uns mit unserem Lebensraum einfach arrangieren.

Natur besteht und vergeht, ob wir dies wahrnehmen oder nicht

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Marke als Fließmuster

Eine gelungene Markenrauminzenierung verlangt „Kohärenz“,  ein stimmiges Gesamtbild im Zusammenwirken von Marke als Wunschraum, der Landschaft als Sehnsuchtsraum und dem realen Raum als Erlebnisraum. Kohärenz wird als ein Gefühl des Vertrauens, des Verstehens und der Bewältigbarkeit in einer Sache wirksam. Sie ist die erlebte Übereinstimmung zwischen Subjekt und Objekt bzw. dem Menschen und seiner Umwelt. Um dieses störungsfreie Erleben als Wohlfühlmanager zu organisieren, müssen uns die Wirkmuster des Raumerlebens im Zusammenwirken von gefühlten Landschaftsbildern und der Rolle der Natur bewusst sein. Mit Natur wird im Allgemeinen das bezeichnet, was, belebt oder unbelebt, nicht vom Menschen geschaffen wurde. Die Ressourcen die uns der Naturraum in großer Freizügigkeit zu Füßen legt. Niemals ist Natur das Gleiche wie Landschaft. Natur besteht und vergeht, ob wir dies wahrnehmen oder nicht.

Landschaft – nur ein Bild in unserem Kopf

Wolkenbilder

Landschaft als Sehnsuchtsraum

Landschaft entsteht zum Unterschied zur Natur im Kopf des Betrachters und ist ein zeitliches (Winterlandschaft), räumliches (Tal, Berg) und metaphorisches (wildromantisch, Wildnis usw.) Bild, das vom jeweiligen Nutzer und Beobachter individuell interpretiert und emotional wahrgenommen wird. Landschaft ist daher gefühlter Raum, Raum unserer Sehnsüchte,  Wünsche und Erwartungen . Alles, was der Mensch in seiner Umgebung wahrnimmt und was er in einen Zusammenhang stellt, ist Landschaft. Ihre Elemente sind Berge, Seen, Flüsse, Tiere, Pflanzen, Siedlungen, Gebäude, Wege und Straßen. Zu dieser Landschaft gehört Sichtbares und Unsichtbares, das man im Geist hinzufügt. Ein Sammelsurium von einzelnen, unbelebten und belebten Dingen ist noch nicht Landschaft. Wichtig sind die Bilder oder Metaphern, die sich Menschen davon machen, die Stimmungen, die dabei angeregt werden, sowie die Reflexion und Interpretation der Betrachter über das Gesehene, bei der man gedankliche Beziehungen unter den wahrgenommenen Dingen herstellt. Raumgestaltung ist gelungen, wenn die Landschaft eine Geschichte erzählt, eine Geschichte mit einem Anfang in längst vergangenen Tagen und ohne Ende. Eine Geschichte, die Markengeschichte Wirklichkeit werden lässt.

Die Marke erzählt eine Raumgeschichte – der Erlebnisraum als Resonanzraum der Marke

BUGA 05 München 332

Raumordnung

Ein neu formuliertes Markenbild und eine stringente Markenorientierung beinhalten die konsequente Aufforderung, sich mit dem Lebens- und Naturraum der Destination als Markenraum neu auseinander zu setzen, die durch die Marke angeregte Erwartungshaltung insbesondere über das Raumerlebnis erlebbar zu machen.

Raum konstituiert sich in der besonderen Beziehung von Orten zueinander und ihrer symbolischen Bedeutung. Er bedarf daher unserer Aufmerksamkeit und Zuwendung. „All diese Raumbeziehungen werden umso wichtiger, je stärker einzelne Personengruppen an einem Ort im Raum verwoben werden, wie dies z.B. an Orten mit großer touristischer Frequenz der Fall ist.“ (Martina Loew, Soziologie des Raumes).


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5. Österreichisches Wandersymposium

Veröffentlicht am 21 Februar 2010 von Sieghard Preis in Blog, TAO Villach

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Einladung

5.  Österreichisches WandersymposiumGütesiegel

24.März 2010 in der Nationalparkgemeinde Mallnitz

Die Magie des Gehens, Schritt für Schritt  zur “Inspiration Natur”

Mittwoch, 24.3.2010 Nationalparkgemeinde Mallnitz

9.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Rahmenbedingungen:

  1. Die neue Markenstrategie der Österreichischen Wanderdörfer stellt eine große Vorgabe und Herausforderung in der Marketingarbeit dar. Die tragenden Säulen des Konzepts sind der Anspruch:
    • Inspiration „Natur“ fühlen zu  lassen,
    • durch die Art der Angebotsaufbereitung magisch zu verzaubern und
    • eine laufende Qualitätssicherung mit ökologischem Anspruch
  2. Im Rahmen des Österreichischen Wandergütesiegels und der Aufbereitung der neuen Medienkampagne wurden bisher über 100 Destinationen, Wege bzw. Betriebe analysiert, bewertet und dokumentiert. Das Ergebnis ist ein repräsentatives Gesamtbild der österreichischen Wanderlandschaft. Wie sich dieses mit seinen Stärken, Schwächen, der Spannung zwischen Anspruch und Wirklichkeit darstellt und welche neuen Produktideen aus diesen Erkenntnissen erwachsen, das erfahren die Teilnehmer des 5. Österreichischen Wandersymposiums.
  3. Die einzelnen Module zu den Themen „Wanderbetrieb“ „Wanderweg“ und „Wanderdestination“  befassen sich in gebotener Kürze einerseits mit den Ergebnissen und Konsequenzen des Zertifizierungsprozesses und beinhalten einen Kompetenzimpuls zum Thema und der Vorstellung von Produktinnovationen
  4. Wir freuen uns, dass wir Oskar Hinteregger, GF der Österreich Werbung, und Dr. Alfred Lohninger, Autonom Health, sowie regionale Projektpartner als  Kompetenzverstärkung gewinnen konnten.

Programm:

1)   Rahmen – Begrüßung

Ergebnis- und Erfahrungsberichte:
Das Wandererlebnis auf dem Prüfstand

Die österreichischen Wanderregionen unter der Lupe, Ergebnisse, Erfahrungen und praktische Ge­staltungsideen von über 100 Zertifizierungen – Begehungen

Begrüßung

Reinhard Ferner, Obmann des Gütesiegelvereines und der Österreichischen Wanderdörfer

Maria Alber-Haub, Obfrau der EWH  Österreich

Einführung und Erfahrung

Das Östereichische Wandergütesiegel

Stand der Dinge (20 Minuten)

Sieghard Preis

Die Idee, die Struktur und die Erfahrungen

2)   Modul 1: Das Wanderhotel

„Wanderhotel ist nicht gleich Wanderhotel“

Die Erfahrungen von 50 überprüften  Wanderbetrieben im Vergleich zu den Europäischen Wanderhotels.

Was einen Wanderbetrieb auszeichnet, seine Stärken und was leicht vermieden und gut verbessert werden könnte.

Erfolgsfaktoren und Interventionsmöglichkeiten

Eckart Mandler, GF der Europäischen Wanderhotels und Fachberater in der Hotelzertifizierung

Innovationsprojekt  Naturgarten

Naturgärten als Türöffner für ein einzigartiges Landschaftserleben

Unsere Sehnsuchtsbilder erzählen von einer atemberaubend schönen Landschaft, von ursprünglicher Natur und einem Eldorado des Wohlbefindens. Der  Garten oder Park als Brücke zu Sehnsuchtslandschaften.

Die Wanderkarte als Erlebnislandkarte – ein Erlebnisfahrplan für Naturliebhaber

Der Erlebnisstartplatz Hotel und die Rolle von Landkarten

„Erlebnisse sind im Kopf sonst nirgendwo!“ (Heller)  Landkarten sind Erlebnisbrücken  von der Natur in den Kopf und zurück

3)   20 Minuten Pause

4)   Modul 2: Der Wanderweg

Der Weg zum perfekten Wandererlebnis

Wanderkompetenz – Illusion und Wirklichkeit

Ungenützte Potentiale, vergebene Chancen und gelungene Beispiele und Gesetzmäßigkeiten aus über 30 Wegbegehungen

Ing. Andreas Kranzmayer, Zertifizierungsberater

Der Leitweg – attraktiv-wirksam-unverzichtbare Intervention

Die Idee, die Wirkungsweise + Umsetzungsbeispiele

Projektvorstellung

Orientierungs- und Leitsystem einer Region

Zeit: 30 Minuten

Wildwandern – neue Potentiale oder Interessenskollision

Wild Wandern Pro und Kontra

Projektidee, Projektvorstellung, Projekterfahrungen

5)   Mittagspause (12.30 Uhr bis 13.30 Uhr)

6)   Modul 3: Die Wanderdestination (Marke und Marketing)

Oskar Hinteregger, GF Österreich Werbung Berlin (30 Min. plus  15 Min. Diskussion)

Wie wir die deutschen Gäste begeistern: Vom Wandern zum ganzheitlichen Naturerlebnis

Wie entwickelt sich das Urlaubsverhalten?

Die Marktstrategie der Österreich Werbung und wie wir uns vom Wettbewerb differenzieren wollen

Mit der richtigen Produkt-/Marktkombination reüssieren

Vortrag Dr. Lohninger (30 Min. plus 15 Min. Diskussion)

Einführung: Die magischen Instrumente der  Österreichischen Wanderdörfer

Die Vorgabe des neuen Markenkonzeptes „Inspiration Natur!“ stellt fünf magische Instrumente als Zauberkasten für magische Augenblicke bereit. Das neue Wanderbild von Österreich durch  faszinierende Leitprodukte, Gäste als Netzwerkpartner im WEB und nachvollziehbare Leistungs­qualität.

Von der Erholung zur Regeneration

Natur genießen und den eigenen Körper clever managen

Dr. Alfred Lohninger

Den Erholungsfortschritt der Gäste sichtbar werden lassen und für bereichernde Erfahrungen sorgen, das ist die formulierte Zielsetzung des Faszinationsfeldes „Regeneration!“

Über 20 Mio. Menschen leben allein in Deutschland unter Dauerstress und suchen Wege aus der „Burn Out-Falle“ zu finden. Eine gelungene Regeneration sollte die Gäste mit unerwarteten Vitalitätsgefühlen überraschen und beeindrucken.

  • „Regeneration im Naturerleben mit Wirkungsgarantie“ und die Gestaltung von wirkungsvollen  Regenerationsleistungen
  • Vorstellung der Testmethoden, den AUTONOM HEALTH ®.

7)   Modul 4: Praxisbeispiel Mallnitz „Wanderworkshop!“: 1 Std.

Wanderworkshop – Wandeln und sich verändern

Das zertifizierte Wanderdorf am Beispiel Mallnitz

1. Station: Das Hotel

2. Station: Der Ort

3 .Station: Der Weg

4. Der Nationalpark

8)   Verleihung der Wandergütesiegels 30 Min.

9)   Veranstaltungsende 17.00 Uhr

Referenten und Präsentatoren

Maria Alber-Haub, Obfrau der EWH  Österreich

Oskar Hinteregger, GF -  ÖW Berlin

Dr. Alfred Lohninger, Autonom Health

Eckart Mandler, GF EWH

Moderation Sieghard Preis, GF Wanderdörfer und Gütesiegelverein

Ing. Andreas Kranzmayr, Qualitätsicherung Wandern,  Zertifizierungsexperte

Anmeldung – Bestellung der Ausschreibungsunterlagen:

Vereinigung zur Qualitätssicherung für Wandern in Österreich

Unterwollanigerstr. 53

A 9500 Villach

Tel. 04242/257530

office@wanderguetesiegel.at

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Die LandsGipfeltreffen_Hechenblaiknerchaft ist  ein wesentliches Auswahlmotiv bei der Reiseplanung.  Mit dem Bild der Alpen wird automatisch eine Vorstellung der Erholung, des Wohlbefindens und der Naturnähe  assoziiert. Jahrhunderte alte Mythen haben unsere Einstellung zur Alpenlandschaft geprägt und leiten gemeinsam mit neuen Ansprüchen und Erwartungen unserer  Buchungsentscheidungen.  Dabei ist eine schleichende Änderung unseres Alpenbildes augenscheinlich.

Diese Veränderung hat der Tiroler Fotograf Lois Hechenblaikner in einer Gegenüberstellung “Gipfeltreffen” von Aufnahmen von 1936 bis 1970 witzig und impressiv sichtbar gemacht. (http://www.zeit.de/kultur/kunst/2009-12/bg-bergwelten). Ihm ist es dabei auf oft witzige Weise gelungen, den Unterschied in der Gleichartigkeit unsere Raumeroberung herauszuschälen und uns von der Landschaft ihre Geschichte erzählen zu lassen.

Wir merken, dass durch die symbolische Verpackung der Produktfaszination “Natur”  eine tiefgreifende Veränderung in der Beziehung zum Ort mit neuen, mystisch und mytischen  Dimensionen in der Raumwahrnehmung bewirkt werden.

Magische Momente entstehen, wenn wir die Magie eines Ortes erahnen können, das heißt sein Wesen, das Wesentliche dahinter, seine Essenz verstehen und denken können. Der Geist eines Ortes wird lebendig, wenn wir eine gewisse  Heiligkeit, eine spirituelle, persönliche und spezifische Präsenz, die den Ort beseelt, mit höherem Sinn erschauen. Die Heiligkeit ist dabei als Art Spiegel zu begreifen, in dem sich die physische Welt nur als Reflexion der tieferen und wirklicheren Welt zeigt. (Paul Devereux – der heilige Ort)

Außerordentlichkeit von Orte enstehen lassen, heißt daher den Mut haben, aus bisherigen Denkmustern herauszutreten, eine Perspektivenveränderung zulassen und selbst den Mut aufzubringen, etwas anderes zu denken. Da unsere Aufmerksamkeit die Gedanken lenkt (Oscar Schellbach) und da unser Hirn was nicht von Interesse ist gnadenlos ausselektiert, müssen wir wirkungsvolle  Erlebnisräumen durch Orte gestalten. Orte, die einladen, mit offenen Augen zu träumen, den Geist des Besuchers aus dem Gefängnis des Alltags befreien und ihn einladen, das Besondere zu denken.

Es geht daher in der Nutzung eines neuen Naturverständnisses und von neuen Ansprüchen an Naturerleben darum, Chora, die geheimnisvolle Ortseigenschaft, den Genius Loci aufzuspüren, Topos, die physikalischen Aspekte eines Ortes als Fusion von Selbst, Raum und Zeit (Stephen Keiht,  Basso Feld) erfahrbar zu machen und den animistischen Geist eines Ortes, der Geist,  der nicht spirituell verstanden wird,  sowie den Logos, die den Ort durchwirkende Gesetzmäßigkeit, zu offenbaren.

Die grundlegende Eigenschaften von besonderen Orten, also Orte (die in direktem Zusammenhang mit dem, was wir als „Landschaftselemente“ klassifizieren – Berggipfel, Quellen, Flüssen, Wälder und Höhlen), die Erfahrungen vermitteln, die sich vom Alltag abheben. Diese Orte  haben eine historische Dimension, so dass sie uns  an frühere Erfahrungen von anderen Menschen erinnern und sind so konstruiert, dass sie unser Bewusstsein in außergewöhnliche Zustände versetzen können (Paul Devereux – der heilige Ort).

In der Gestaltung von Erlebnisräumen kommt daher der Bewußtmachung  des Wesentlichen eines Ortes, der Fähigkeit,  mit der Phantasie des Zuhörers zu  spielen und für das sakrale eines Ortes zu sensibilisieren,  eine zentrale Bedeutung zu. Dem Fotografen Lois Hechenblaikner ist es durch seine Bilder gelungen, mögliche Wirkmuster in unsere Landschaftswahrnehmung und Landschaftsnutzung sichtbar zu machen und in uns ein neues Orts- und Alpenbewußtsein zu erwecken.

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Zusammenfassung der gleichnamigen Beilage in „Die Zeit”, 30.12.2009, “Wissen“ und Interview in der “Zeit” mit  Soziologen Hartmut Rosa

Müßiggang – aller Dinge  Anfang

Die Erinnerung  des Müßiggangs während der Weihnachtsfeiertage  schlummert noch in uns. In früheren Zeiten brachte es einfach Unglück, während der Raunächte zu arbeiten, zu jagen und geschäftig zu sein. Bauer und Gesinde saßen mußevoll bei Kartenspiel und Heißgetränken zusammen, um dem Geisterzug der Wilden Jagd nachzuspüren. Heute plagt uns beim Nichtstun eher ein schlechtes Gewissen, weil wir die ruhige Zeit mit all jenen  Verpflichtungen und Erwartungen vollgestopft haben, für die während des Jahres keine Zeit, keine Gelegenheit und keine Ressourcen vorhanden waren.

Doch  Nichtstun ist wertvoll, nützlich,  ja sogar lebensnotwendig, aber  wir haben es  verlernt. Muße ist  eine  Zeit zum Nachdenken, der geistigen Regeneration  und „Müßiggang ist aller Ideen Anfang“. Durch  zahlreiche Berichte über Erleuchtungserfahrungen von Newton bis Descartes, von Einstein bis Rothschild, von Frankl bis Freud   wird dokumentiert, dass bedeutende Ideen in der Regel in Phasen der Muße und Enspannung geboren werden.

Im   Leben in der Beschleunigungsgesellschaft ist die Zeit der Muße eine  bedrohte Ressource, die  als Mangel alle Lebensbereiche durchzieht. Das Gefühl, permanent unter Druck zu stehen,  das Gehetztsein als Dauerzustand und ein Trommelfeuer der Dauerkommunikation lässt uns  keine Zeit für  mußevollen Stunden des Nichtstun, in denen wir Herr über unsere Zeit sind und unsere eigentliche Bestimmung suchen können. Damit nicht nur unsere Fantasie, die Kreativität und  unter anderm auch unsere sozialen Beziehungen und letztlich unsere Gesundheit aufgrund fehlender  regelmäßiger  Auszeiten vom permanenten Getriebensein leiden,   ist es einfach notwendig,  sich von Zeit zu Zeit eine notwendige Atempause, sich das befreiende Gefühl durch ein  Innehalten zu gewähren. Unser Hirn braucht zur Regeneration Zeiten des Nichtstuns und ein gewisser Leerlauf im Kopf ist für unsere geistige Stabilität lt. Ergebnissen von neurobiologischen Experimenten unabdingbar.

Muße ist aber nicht eine Frage der freien Stunden, besteht nicht in der Konsumation von „Mußeangeboten“  sondern ist letztlich die Kunst, mich bewusst von einer Vielzahl von Optionen abzuschneiden und  mich auf die Intensität eines (dehnbaren) Augenblicks,  auf ein einziges Erlebnis  in Eigenzeit zu konzentrieren. „Wer das versteht, kann erleben, dass sich die Muße unvermutet von hinten anschleicht und uns plötzlich überrascht, wenn wir sie gar nicht suchen!“ (Helga Notwotny)

Wir genießen  das Tempo

Wir haben verlernt, die Muße zu pflegen und unsere guten Vorsätze verpuffen im Alltag sehr schnell, weil wir die Beschleunigung in unserem Leben auch genießen

Beschleunigung und Flexibilisierung vermitteln uns ein Freiheits- und Glücksgefühl. Je mehr Optionen wir haben, je mehr Erlebnisse möglich sind, umso reicher erscheint unser Leben.  Die Beschleunigungsgesellschaft  lebt nach dem Performanceprinzip und vermeint  über ihre Zeit souverän  zu verfügen. ´Wenn Zeit aber “ kostbar“ ist, ist  es ein Problem, Muße zu genießen..

Nichts- tun – oder unser Hirn im Offlinemodus

Ein Forschungsgebiet der Neurologen ist, der Frage nachzugehen. „Was tut unser Hirn, wenn es nichts tut!“ Sie beschreiben  einen  kuriosen  Effekt bei Hirntests : Wenn Probanden aufhörten sich zu konzentrieren, stieg die Betriebsamkeit bestimmter Hirnregionen an und nahmen in umgekehrter Weise bei zielgerichteten Aktivitäten ab (beschrieben als „Default Network“). „Der Leerlaufmodus ist eine nach Innen gerichtete Aktivität des Gehirns, ein Zustand, in dem sich das Zentrum des Bewusstseins mit sich selber beschäftigt.“ Das tägliche Bombardement   an Informationen würde das Hirn in ein gefährliches Ungleichgewicht stürzen, wenn es nicht Ruhepausen gäbe, in denen das Hirn sich selbst überlassen ist (Jan Born, Neuroendokrinologe). Offensichtlich ist ein enger Zusammenhang zwischen Leerlauf-Netzwerk und dem Ich-Bewusstsein gegeben (Brain-Mind-Institut Lausanne).

Die Kunst des Müßiggangs will erlernt werden

bzw. die vier Hindernisse auf dem Weg des Müßiggangs:

  • Das Gefühl des ständig gehetzt Seins ist ein kollektives Problem. Wer von lauter gehetzten Menschen umgeben ist, kann sich plötzlich nicht davon ausnehmen (erstes Hindernis).
  • Wer Muße nur als Zeit von Wellness und Fitness versteht, unterwirft sich wieder einem Nützlichkeitsdenken, das unseren gesamten Arbeitsalltag regiert. (zweites Hindernis). Müßiggang ist das „Fernsein von Geschäften oder Abhaltungen“ (Grimm) als edelste Handlung des Menschen (zu sich selbst kommen, philosophieren, die Natur genießen und nicht nur die Schaffenskraft wiederherstellen). Müßiggang unterliegt keiner Verwertungslogik, sondern Müßiggang ist sich selbst genug
  • Mit permanentem Erwartungsdruck verstellen wir uns selbst den Weg zum Genuss der freien Zeit. (drittes Hindernis)
  • Das vierte Hindernis ist unser Wohlstand, es strengt uns gerade das an, was eigentlich als Glücksversprechen gedacht ist: die schier unendliche Vervielfältigung der Möglichkeiten (mehr, größer, weiter…). Das Mehr an Möglichkeiten macht nicht glücklicher, sondern je größer die Auswahl, umso mühsamer die Entscheidung! Jede Wahl verlangt, auf Alternativen zu verzichten und Verzicht ist als Verlust schmerzlicher als uns der Gewinn freut.

Sich an die Kulturtechniken der Muße wieder erinnern!

Sehnsucht „Einklang“, wir wollen die Welt als Resonanzraum erfahren und sehnen uns danach zu spüren, dass es zwischen  Innenleben  und der Außenwelt einen Widerhall „Einklang“  gibt. Dazu braucht es Muße, diese braucht aber Zeit, eine Auszeit vom täglichen Immer-weiter-so und diese muss gegen viele Versuchungen und Ablenkungen verteidigt werden. Dabei hilft  die „Odysseus-Strategie“:  Man fesselt sich selbst, um nicht den Sirenengesängen der unendlichen Möglichkeiten zu verfallen. Das heißt,  manche Dinge (zB. die Auszeiten) als sakrosankt zu erklären und  zu genießen, indem man mußevolle Haltung einnimmt , eine Zeit, die  nicht mit Erwartungen überfrachtet wird.

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Lesen lernen als regionale Leitidee

Unser  Wanderentwicklungskonzept für die Naturparkregion Zirbitzkogel- Grebenzen beruht auf drei zentralen Überlegungen. Den Handlungsrahmen bestimmte eine Logo Naturparkgemeinsam definierte Leitidee,  diese wird über die  Umsetzung eines attraktiven Leitwegemodells erlebbar aufbereitet und in Form eines erlebnisstarken Leitprodukts vermarktet. Der Kern der entwickelten Leitidee ist das Nutzenversprechen: „Die Natur lesen zu lernen!“.  Sie beruht auf den besonderen Fähigkeiten der Region wie der  gelebten Naturparkphilosophie und  dem  Naturlesepark als authentischer Attraktion und Verbindungsbrücke von Natur- und Kulturraum. Die  ambitionierte Bionikinitiative der Naturparkverwaltung, das interdisziplinäre Bemühen um die Entschlüsselung von „Erfindungen der belebten Natur“ könnte dabei zum Motor der Kompetenzentwicklung mutieren.

Die Menschen lesen seit jeher die Natur

Natur zu verstehen, sie zu nutzen, war für uns Menschen immer schon lebensnotwendig. Das  Lesen von Sternen zur Orientierung, die Enträtselung des  Himmels für das emotionale Wohlbefinden, ein umfassendes Verständnis für Pflanzen, Kräuter und Früchte auf der Suche nach Essbarem, das Erkennen vonLesebaum_Maus Zusammenhängen von Wetter, Klima und Boden im Ackerbau usw.,  einfach alles war für das tägliche Überleben von Bedeutung.  Wir haben allerdings verlernt, die  Zeichen der Natur zu verstehen, sie zu achten und mit der Natur  in Einklang zu leben.  Gerade in der Zeit  großer klimatischer Umstellungen werden wir schmerzlich von der Natur darauf aufmerksam gemacht, dass es einfach lebensbedrohlich sein kann, sie nicht zu verstehen und zu respektieren.

Durch die Leitidee auf die Spur gesetzt, stellt sich die Frage, wie die Kunst des „Naturlesens“ eigentlich funktionieren könnte  und wie dieses Wissen gesammelt, aufbereitet und weitervermittelt werden kann.  In der Recherche und Diskussion  haben sich einige interessante Ansätze herauskristallisiert:

Erzählende Namen (Etymologie, Semantik)

In der Etymologie werden Herkunft und Geschichte der Wörter ergründet und somit die Entwicklung ihrer Bedeutung und Form. „Natur lesen lernen“ heißt auch, die Namen in der Landschaft zu verstehen. Hier gilt es erzählende Namen zu identifizieren, das heißt, die ursprüngliche Bedeutung, die Überlegungen der Namensgeber und verschiedene Interpretationen zu ergründen und Geschichten darüber zu erzählen. Sie sollen den Besucher anregen, selbst über diese Dinge nachzudenken. Bildliche Namen wie Kuhalm, Blasenkogel, Kreuzeck usw., die über die ursprüngliche Landschaftsnutzung, Formen und Eigenschaften Auskunft geben, uns aber auch offenbaren, wie unsere Altvorderen die Landschaft wahrnahmen und nutzten. Auch Ortsnamen (Mariahof, Meier, Major, Moarhöfe) und damit verbundene Symbole und Erkennungsmerkmale, Zusammenhänge und Beziehungen bereichern zukünftig die Erfahrungen und das Erlebnis unserer Besucher. Unsere Sprache wird damit zur Schatztruhe für authentische und spannende Geschichten, die jeder Besucher über die Semantik selber entdecken (entziffern) kann.

Bilder im Kopf erzeugen – Simulakrum

Die Felsen_GesichtNatur rund um uns ist voller Bilder, die erkannt, konstruiert und mit Bedeutung versehen werden wollen. Ein Felsen wird zu etwas Besonderem, wenn wir genau hinschauen. Wir entdecken Gesichter, Figuren und Besonderheiten, die Wolken am Himmel werden zu phantastischen Gestalten, die in wilder Jagd dahinstürmen und das sich kräuselnde Wasser berührt mit seinem ewigen Werden und Vergehen. Wikipedia: “Als Simulakrum bezeichnet man ein wirkliches oder vorgestelltes Ding, ein Abbild, Spiegelbild, Traumbild, Götzenbild, Trugbild, das mit etwas oder jemand anderem verwandt ist oder ihm ähnlich  ist.“ Laden wir unsere Besucher ein, das Gesicht im Felsen zu erkennen (zu finden) sowie die Bilder in der Landschaft, wachsende Formen und ihre jahreszeitlichen Veränderungen mit Phantasie zu lesen.

Regeln – Wetterregeln

Regeln, die seit jeher den Tagesablauf und das Leben der Menschen beeinflusst haben, entstehen häufig aus der Natur heraus.  So verdeutlichen Bauernregeln (Wetterregeln) die Bedeutung, die Natur sprechen zu lassen. „Hat der Zirbitzkogel einen Hut, wird das Wetter wieder gut“ und andere Aussprüche zeigen die Wichtigkeit des Landschaft-Lesens in der Vergangenheit auf. Pflanzen und Tiere als Wetterpropheten, Wolkenformationen und ihre Veränderungen erkennen und interpretieren, das haben unsere Vorfahren Jahrtausende lang geübt,  das Wissen liegt noch in uns vergraben, lassen wir es wieder auferstehen. Das Verhalten der Tiere beobachten, Typologien und Indikatoren erkennen und interpretieren.

Spuren in der Natur lesen können

Fußspuren

Signaturlehre Paracelsus (1)

Beinwell

“Aus der Form der Dinge ist die innere Kraft erkennbar”. (Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt  „Paracelsus“, hat diese Methode erstmals dokumentiert und aufbereitet.) Die Zeichen außen lassen und auf die innere Wirkung schließen. Ein Signum, also ein Zeichen, ist die Information, die von jedem Lebewesen, sei es Mensch, Tier oder Pflanze „gesendet“ wird und potentiell empfangen werden kann. Wenn nicht empfangen wird, handelt es sich um ein Empfängerproblem und kein Senderproblem. Die Pflanzen werden in Signaturpflanzen und Sympathiepflanzen eingeteilt und jeder Pflanze wird ob ihrer Form, Farbe  und Wesensart Nutzen- oder Schadensfähigkeit zugesprochen.

Abbildung: Beinwell – Alles Gute für die Beine

Bionik oder Stars und Künstler (in) der Natur

Die Natur hat eine Vielfalt an Formen, Strukturen und Verfahren entwickelt. Diese versetzen uns immer wieder in Erstaunen. Beispielsweise sind die Fäden, aus denen Spinnen ihr Netz weben, leicht und flexibel, aber zugleich haltbar und stabil. Bionik ist systematisches Lernen von der Natur und steht damit in Abgrenzung zur reinen Naturinspiration.

Pflanzen und Tiere als Ideenreservoir
Klettfrucht (Klettverschluss), Lotus-Effekt, Entwicklung von selbstreinigenden Materialien, die Struktur der Wabennester von Bienen

Die Stars in der Landschaft erkennen. Weltrekorde: schneller – höher – weiter,  „sportliche“ Höchstleistungen der Tiere und Pflanzen wie dem Taumelkäfer als schnellstem Sprinter, der auf dem Wasser laufenden Segelechse. Der Floh für höchste Sprünge und der Grashüpfer als Vorbild für Düsenjet und Helikopter.

Die Natur als Verpackungskünstlerin:
Die orangegelbe Kapstachelbeere, die wie ein Lampion erstrahlen kann, die Schale einer Walnuss, die den genau programmierten Lebenszyklus durchläuft

Die Intelligenz der Natur:
Die Schwarmintelligenz der Vögel, einPhönomen der Kommuniktion  die Ameisenalgorithmen – eine Höchstleistung von kombinatorischer Orientierung oder die Feder, ein mulifunktionales Gebilde, um sich in die Lüfte zu erheben, zu schützen und um sich mit den vielfältigsten Farben, Mustern und Strukturen zu schmücken, sich versteht zu tarnen oder zu wehren.

Weitere Ideen sind

Astronomie – Sternenhimmel lesen lernen, den Himmel lesen können (im Stiftsgarten, Sterne schauen), Weissagungen aus Naturmanifestationen (Vogelflug, Innereien usw.)

Rat der Weisen – als Kompetenzträger

In den Diskussionen stellte sich heraus, dass sehr viel altes Wissen in der Bevölkerung schlummert. Deshalb wird sich eine online-gestützte Wissensdatenbank und der “Rat der Weisen” um die Sammlung, Weiterentwicklung und die nutzbringende Anwendung kümmern.

Im nächsten Blogartikel werde ich auf die Idee der Lesegärten, der Lesezeichen und der Naturlesebücher eingehen.


[1] Entnommen aus www.wikipedia.at

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Zeitgerecht loslassen

Veröffentlicht am 13 November 2009 von Sieghard Preis in Blog

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Kollegpatenschaft für Absolventen der Kärntner Tourismusschulen (KTS)

Die KTS Warmbad Villach hat unter der Federführung von Frau Mag. Sonja Schusteritsch (einer ehemaligen Mitarbeiterin von TAO) zu einem Treffen der Paten eingeladen. Vor allem erfolgreiche Hoteliers und ehemalige Abgänger der KTS hatten im Rahmen eines Patenfrühstücks auch ihre Erfolgsrezepte und Ratschläge in einem Kurzstatement abzugeben.

Als Letzter aufgerufen, habe ich mein Statement unter das Motto: “Zeitgerecht loslassen können!” gestellt:

“Wenn Sie die vielen guten Ratschläge wie ‘das Ziel stets im Auge zu behalten’, ‘die Notwendigkeit, seine Spur zu treten’, ‘Netzwerke zu nutzen und zu pflegen’, ‘hinaus zu gehen um in der weiten Welt zu lernen’, ‘den Tag zu nutzen (Carpe Diem)’ einhalten, dann werden Sie bald die Karriereleiter hochklettern und Erfolg und Anerkennung wird reicher Lohn sein. Meist ist das auch der Augenblick der Missgunst, der eigenen Zweifel, der Frage nach dem Sinn und des Wunsches nach Veränderung. Es liegt in der Natur unseres Wesens, dass wir diese Augenblicke festhalten, uns an den mühsam erkämpften Erfolgen festklammern und die Zeichen einer notwendigen Veränderung nicht erkennen wollen. Im Leben erfolgreich zu sein heißt daher auch, diese Situationen zu erkennen, loszulassen und den Mut zu haben, sich zu verändern. Eine Veränderung ist wie eine “Wetterfichte” zu fällen; so schön, so prächtig sie sein mag, sie spendet viel Schatten, unter dem wenig wachsen und gedeihen kann.

Gerade an Standorten von “Wetterfichten”, wie bei alten Gewohnheiten und sicheren Positionen, ist der Boden für andere, neue Dinge ausgerastet und nährstoffreich. Befreit vom Schatten des Baumes entsteht eine Insel von jungen, neuen Ideen, Möglichkeiten und Chancen. Mit jeder Veränderung wird Ihr Leistungsvermögen gestärkt, wie beim Schmieden eines Katana, des Schwertes der Samurei, das mit jeder Faltung härter, schärfer und edler wird. Deshalb versäumen Sie nicht diese Augenblicke der notwendigen Veränderung, erkennen Sie, wenn Sie Ihr Projekt, Ihre Aufgabe nicht mehr benötigt, wenn Sie aus ihr “herausgewachsen” sind!”

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