Viele Wege führen nach Rom….

Published on 10 Oktober 2009 by Sieghard Preis in Blog

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….. wenn wir wissen, dass wir nach Rom wollen

Eine Reaktion auf den Artikel von Reinhard Lanner bzw. Thomas Hinterholzer als Nachschlag auf das Castlecamp in Kaprun ( http://www.tao.at/Holzweg)

Es muß wohl Mitte der 8oer Jahre gewesen sein, als Gottfried Huber als neugebackener Deutschlanddirektor der ÖW argumentstark und wortgewaltig mit dem Sager .“Alle Berge führen aufwärts!“,  die bis dahin erfolgreichste Werbekampagne  „Wanderbares Österreich“ in die Wüste (bzw. in die Berge) schickte. Wer erinnert sich heute noch an „Festland Österreich“, „Servus Österreich“,  an die Wiederentdeckung der Sommerfrische durch Klaus Lukas oder  die Pinguine Joe und Sally von Arthur Oberascher. Jede dieser Aktionen hat zu  eine mehr oder weniger heftige geführten Methoden-, Symbol- oder Inhaltsdiskussion von den „Experten“  geführt. In Österreich weiß offensichtlich natürlich jeder, wie es geht – außer den Geschäftsführern der Österreich Werbung.

Um erfolgreiche Kommunikationspolitik zu betreiben geht es aber in erster Linie nicht um die richtige Methode, um einzigartige Inhalte und spektakuläre Aktionen. Kraft entsteht aus einer Orientierung, die auf gemeinsamen Wertvorstellungen und koordinierten Strategien und  durch Kontinuität  im Marktauftritt bestehen.

Diese Wirkung kann ein vorhandenes, veröffentlichtes und nachvollziehbares Markenbild besser leisten als zB Joe und Sally, die uns aus der Südpolperspektive erzählen, wie schön Österreich sei! Ob sich dieses Markenbild an sozialen Motiven, Liftstyls, Milieugruppen oder gar Zielgruppen orientiert,  ist dabei sekundär.

Natürlich kann man/frau jetzt heftig darüber diskutieren, ob unsere Referenzmileus die Modernen Performer, die Etablierten,  die Postmaterielen oder die Bürgerliche Mitte sein sollten,  es ist halt nur ein Denkmodell (und kein schlechtes), dass uns zwingt über gewisse Marktphänomene strukturiert nachzudenken, unsere hilft, die eigene Position im Vergleich zur Dachmarkenkampagne sichtbar zu  machen und damit kreative Spannung in der Produktentwicklung erzeugt. Und das ist ja schließlich der Sinn der Sache, mit best of Qualitäten am Markt zu reüssieren.

Dass in dieser Sache nicht um Markting sondern um Markenmanagement geht, dass der Unterschied dem Diskutanten klar ist, davon gehe ich aus.

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